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    Ausstellungseröffnung

    "Anhalt international" - ein Höhepunkt zum Landesjubiläum

    Plakat "Anhalt international"Wissenswert und unterhaltend, politisch brisant und manchmal auch skurril sind die Geschichten, die in der Ausstellung "Anhalt international" im Sommer in der Marienkirche und im Museum für Stadtgeschichte Dessau erzählt werden. Dabei spannt die Präsentation einen facettenreichen Bogen von den Anfängen des zwischen Harz und Mulde gelegenen Landes bis zur Gegenwart. Die im Rahmen des Landesjubiläums Anhalt I 800 realisierte Ausstellung steht unter Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, sowie der Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, Viviane Reding. Beide werden sie am 29. Juni 2012 auch eröffnen.

    "Anhalt international" ist ein Höhepunkt im Rahmen des Landesjubiläums Anhalt I 800. Mit ihr widmet sich die Stadt Dessau-Roßlau gemeinsam mit dem Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt und dem Verein für Anhaltische Landeskunde insbesondere den Fragen, welche internationalen Einflüsse auf die Entwicklung der Region Einfluss hatten und welche Aktivitäten und Ideen von Anhalt aus in die Welt gingen.

    Den Besucher erwarten Themen wie Wirtschaft, Kultur, Politik und Sozialgeschichte. Auch trifft der an Anhalts Historie Interessierte auf alte Bekannte, darunter natürlich auf Albrecht den Bären, Stammvater der Askanier, Eike von Repgow, Verfasser des Sachsenspiegels, die niederländische Prinzessin Henriette Catharina von Oranien-Nassau, Fürstin von Anhalt-Dessau, selbstverständlich auf ihren Urenkel Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau, den Gründer des Gartenreiches, den Vogelkundler Johann Friedrich Naumann, den Homöopathen Samuel Hahnemann, auf die internationalen Bauhausmeister Wassily Kandinsky, László Moholy-Nagy und Hannes Meyer und auf den Komponisten Kurt Weill. Man darf sich aber auch auf neue Bekanntschaften freuen. Zu ihnen dürfte ein Seefahrer zählen, der um 1900 auf abenteuerliche Weise die Kontinente bereiste und dessen Tagebücher erhalten geblieben sind. Und wer schon immer einmal wissen wollte, wohin der Elbebiber wanderte und wo in der Welt das Zerbster Bier getrunken wurde, der ist bei "Anhalt international" natürlich auch richtig. Wie bei einem Kaleidoskop fügen sich all diese Details in ihrer Gesamtheit zu einem bunten Bild zusammen, das die besondere Bedeutung des Landes Anhalt mit seiner Weltoffenheit im Vergleich zu anderen Ländern und Regionen veranschaulicht.

    Katharina II.Die Ausstellungsarchitektur sieht eine Rotunde als Entree vor, in der Ereignisse, Persönlichkeiten, Errungenschaften und Produkte rund um Anhalt wie in einem Mosaik angemerkt und zusammengeführt werden. Damit wird auf die Vielschichtigkeit der anhaltischen Geschichte eingestimmt. Zugleich wird man über die Rotunde in die obere Ebene geführt, wo entlang eines Stegs einzelne Themen explizit präsentiert werden. Am Ende gelangt man über eine Treppe in die erste Ebene des Kirchenraumes. Hier werden die vier Motive Zuwanderung und Abwanderung, politische Wahlverwandtschaften und Wechselwirkungen, Fernbeziehungen wie das Wirken Anhaltischer Fürsten im Ausland sowie Weltverbindungen wie die wirtschaftliche Vernetzung von Firmen und Institutionen ausführlich gezeigt. Dabei wird der Fokus nicht nur auf die lang zurückliegenden Jahrhunderte gelegt, auch die Zeit des Nationalsozialismus mit Flucht und Vertreibung, die Situation in der DDR mit ihren Vertragsarbeitern aus Vietnam und der zunehmenden Zahl ostdeutscher Republikflüchtiger und das Leben heute, von Migration bis zu Auswanderung, werden zur Diskussion gestellt.

    Die Ausstellung wurde von dem Berliner Professor für Museumskunde sowie Museumsmanagement und -kommunikation Hans Wilderotter konzipiert. Der Ethnologe, Kulturhistoriker und Ausstellungsmacher hat in Dessau 2004/2005 federführend das Projekt "Schauplatz vernünftiger Menschen" - Kultur und Geschichte in Anhalt I Dessau Historische Ansicht von Schloss und Park Oranienbaumrealisiert. Das Berliner Frey Aichele

     

    Team, Büro für Gestaltung, hat die Ausstellungsarchitektur entworfen. Auch dieses Team hat sich durch die Ausstellung "Schauplatz vernünftiger Menschen" empfohlen. Ein wissenschaftlicher Beirat diskutierte die Konzeption und Umsetzung.

    Die Ausstellung "Anhalt international" wird vom 30. Juni bis zum 30. September 2012 in der Marienkirche in Dessau, Schloßplatz 1, sowie im Museum für Stadtgeschichte (Johannbau), Schloßplatz 3 a, zu sehen sein. Die Präsentation wird vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt gefördert sowie von der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt, der Ernst von Siemens Kunststiftung und dem Unternehmen Stadtwerke Dessau unterstützt.
     

     Flyer "Anhalt international"

     Vortrag zur Einführung in die Ausstellung (Dr. Andreas Erb, Leiter der Abteilung Dessau im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt)

     Begleitprogramm zur Ausstellung

     Veranstaltungen und Führungen für Kinder und Familien

     Sonderaktionen mit ermäßigtem Eintrittspreis

    Pressemitteilung anlässlich der Eröffnung:  [38 kB] 

    Externer Link Beitrag der Mitteldeutschen Zeitung mit Fotogalerie

    Externer Link Beitrag der Volksstimme

    Externer Link Beitrag des Regionalsenders RAN 1

     

    Externer Link Verein für Anhaltische Landeskunde
     

    Externer Link Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt
     

    Externer Link Museum für Naturkunde und Vorgeschichte 
     

    Externer Link Museum für Stadtgeschichte
     

    Externer Link Ausstellung Dutch Design

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