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Aktion "Stolpersteine"

Erfolgreiche Putzaktion dank privater Initiativen

Im Februar hatten die Initiative für Gedenkkultur und die Stadtverwaltung die Bürger zur Stolpersteine-Putzaktion aufgerufen, und wie im Vorjahr wurden für alle 52 Standorte im Stadtgebiet auch engagierte Paten gefunden. Damit konnte die Aktion, die 2015 erstmals stattfand, auch in diesem Jahr erfolgreich durchgeführt werden. 

In Roßlau waren es zum Beispiel Gabriele Geltinger und Katrin Kloß (unten), die nahe der Amtsmühle die Gedenksteine für Anna Bruck und Hertha Bruck von Witterungsrückständen befreiten und wieder zum Glänzen brachten. Die Beiden waren nach Frankreich emigriert und von dort nach Theresienstadt deportiert worden. Das Schicksal ging beiden Frauen nahe, die sich nicht vorstellen wollen, dass solche brutale Gewalt je wieder möglich sein könnte.

In Dessau hatte sich u.a. Geertje Perlberg (links) wie schon im Vorjahr entschlossen, den „Stolperstein“ für Dr. Julius Liebeschütz in der Kavalierstraße blank zu polieren. Sie hatte über ihn gelesen, dass er in Dessau ein hochangesehener Arzt war und noch als Hochbetagter mit weit über 80 Jahren in ein KZ deportiert worden war.

An vielen anderen Stellen in Dessau und auch in Roßlau sorgten Menschen dafür, dass diese Schicksale nicht in Vergessenheit geraten. Ihnen allen gehört im Namen der Initiatoren ein herzliches Dankeschön. 

Standort KavalierstraßeStolperstein-Aktion in Roßlau

 

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