Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011

Deutscher Beitrag zu den European Heritage Days

"Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert"

Weinberghaus, erbaut 1819/1820 von Carlo Ignazio Pozzi © Sven Hertel

Der Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011 stand unter dem bundesweiten Motto „Romantik, Realismus, Revolution – das 19. Jahrhundert“ und bot wieder vielfältige Möglichkeiten, die historische Dessau-Roßlauer Denkmallandschaft zu entdecken.

Das 19. Jahrhundert war von gesellschaftlichen Umbrüchen geprägt. Insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung und Industrialisierung in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts führte zu tiefgreifenden Veränderungen in der Entwicklung der Städte. Auch Dessau und Roßlau erfuhren mit der Gründung neuer Industriebetriebe sowie mit dem Bau neuer Wohnquartiere eine enorme Entwicklung. Aus diesem reichen baulichen Erbe werden einige Objekte zum Tag des offenen Denkmals 2011 präsentiert. Gleichzeitig gab es wieder die Möglichkeit, im Rahmen der Denkmal-Fahrradtour Interessantes aus der Dessauer Baugeschichte zu erfahren.

So war das Weinberghaus zu besichtigen, das als ein spätes Bauwerk innerhalb des Gartenreichs Dessau-Wörlitz 1819/20 errichtet wurde und heute als Naturschutzstation dient. Es war gleichzeitig Treffpunkt und Start der Denkmal-Fahrradtour.

Am Wörlitzer Bahnhof, heute Bestandteil des Umweltbundesamtes, ließ sich etwas über die Dessau-Roßlauer Eisenbahngeschichte erfahren. In der Nähe befindet sich der Komplex der ehemaligen Eisenwarenhandlung Koch, bestehend aus Wohn- und Kontorhaus sowie sich anschließendem Lager. Der Komplex wurde von der DAKSBAU eG liebevoll saniert und neuen Nutzungen zugeführt.

In der Wasserstadt konnte mit der Villa Krötenhof eine der repräsentativsten Gründerzeitvillen der Stadt besichtigt werden. Sie beherbergt das Jugend-, Kultur- und Seniorenfreizeitzentrum. Die Denkmal-Fahrradtour machte am Krötenhof Mittagspause.

Im Stadtarchiv in der Langen Gasse, dem ehemaligen Papierlager der Druckerei Dünnhaupt, war neben dem Gebäude auch die Ausstellung „Die Familie Sachsenberg, die Sachsenberg-Unternehmen und die Stadt Roßlau“ zu besichtigen. Im jetzigen Geschäftssitz der DWG in der Ferdinand-von-Schill-Straße, der früheren Leopoldskaserne, gab es viele Informationen zur wechselvollen Geschichte des Hauses sowie die Möglichkeit der Besichtigung des Wandbildes von Carl Marx.

In Roßlau erwartete der Förderverein Burg Roßlau e.V. die Besucher auf der Wasserburg, deren heutiges Erscheinungsbild im Wesentlichen durch den Umbau Herzog Heinrichs um 1836 geprägt ist. Die Burg war auch das Ziel der Denkmal-Fahrradtour, wo der Tag bei Kaffee und Kuchen ausklang. Während der Radtour wurde außerdem an der Hauptost, der ehemaligen Schadebrauerei, am Lidice-, Albrechts- und Funkplatz, am Schlachthof, Rosenhof und den Bandhauerbauten Brauhaus und Hauptstraße 110 in Roßlau gehalten und interessante Erläuterungen gegeben.

Das Technikmuseum in Dessau mit seinen umfangreichen Präsentationen zum Schaffen Hugo Junkers und zur regionalen Technikgeschichte war ebenfalls geöffnet. Auch der Brauhausverein in der ehemaligen Schultheiss-Brauerei bot thematische Führungen an.
Objekte, deren Teilnahme am Tag des offenen Denkmals schon langjährige Tradition ist, bereicherten das Programm. Darüber hinaus waren wieder einige Kirchen geöffnet.

Rückblick
Faltblatt

Faltblatt 2011  
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