Tag des offenen Denkmals am 09. September 2012

Deutscher Beitrag zu den European Heritage Days

Thema "Holz"

Pächterhaus, barocker Fachwerkbau von 1743  mit Krüppelwalmdach und Zwerchhausgiebeln, 2000 umfänglich saniert; Foto: Stadtplanungsamt

Der Tag des offenen Denkmals 2012 stand unter dem bundesweiten Motto "Holz".
Holz ist seit jeher ein zentraler Baustoff, der auf Grund seiner interessanten Eigenschaften, der guten Bearbeitungsmöglichkeiten und Verfügbarkeit sehr häufig und vor allem vielseitig Einsatz findet.
Das sehr weit gefasste Motto bot somit vielfältige Möglichkeiten, ganz unterschiedliche Objekte unserer historischen Denkmallandschaft zu präsentieren.
Da Holz- und Fachwerkbauten in unserer Region weniger verbreitet sind, sollte der Blick auch auf interessante Details und Bauteile wie historische Dachstühle, Fachwerkgiebel und Erker, historische Türen und Innenausbauten gelenkt werden.

Neben den Objekten, die sich ganztägig am Tag des offenen Denkmals 2012 präsentierten,  gab es wieder die Möglichkeit, im Rahmen der Denkmalfahrradtour Interessantes aus der Dessau-Roßlauer Baugeschichte zu erfahren.

So konnte am 09. September 2012 wieder die Ölmühle in Roßlau besichtigen werden. Das 1847 errichtete und in den 1990er Jahren aufwändig sanierte Fachwerkgebäude wird heute als Mehrgenerationenhaus genutzt. Besonders passend zum Thema Holz war die Ölmühle auch Treff- und Startpunkt der Denkmalfahrradtour.  
Im Komplex der Amtsmühle war Holz in ganz unterschiedlicher Weise erlebbar, so die mächtigen Holzbalkendecken in der Mühle oder das Treppenhaus in der ehemals als Amtsgericht genutzten Villa.

Auf der Burg Roßlau wurden 2012 die Dächer neu gedeckt und in diesem Zusammenhang umfangreiche Zimmererarbeiten durchgeführt. Der Förderverein Burg Roßlau informierte die Teilnehmer der Radtour über die historischen Dachstühle und die aktuellen Bauaßnahmen. Auf Grund der Bauarbeiten war eine Besichtigung der Burg und der Ausstellung des Fördervereins nicht möglich, die Ritterklause hatte jedoch ganztägig geöffnet.

In Dessau angekommen gab es am Rosenhäuschen und Pächterhaus kurze Informationen zu den Fachwerkgebäuden.

Am Wörlitzer Bahnhof, Bestandteil des Umweltbundesamtes, wurde ein Blick in die Dessauer Eisenbahngeschichte und auf die hölzerne Bahnsteigüberdachung geworfen.

Nach kurzem Halt in der Albrechtstraße, wo mehrere Gründerzeitvillen mit Fachwerkerkern stehen, waren am Freibad Stillinge die hölzernen Umkleidekabinen von besonderem Interesse. Auch wenn diese nach dem Hochwasser 2002 erneuert werden mussten, geben sie Einblick in die Tradition und Kultur der Dessauer Freibäder. An den Stillingen war während der Denkmalfahrradtour die Mittagspause, ehe es gut gestärkt über die hölzerne Jagdbrücke weiter zum Luisium ging. Hier wurde über den Wirtschaftshof (Fachwerkbau) und die Palladio-Brücke informiert.  

Zurück im Stadtzentrum wurde in der Zerbster Straße der Blick auf die hölzernen Erker der Nachkriegsbebauung am Markt gelenkt sowie auf das imposante hölzerne Portal des Rathauses. Zum Abschluss der Radtour konnten alle Teilnehmer den Rathausturm besteigen.   

Es waren weitere Objekte am 09. September 2012 für die Besucher geöffnet: so das Weinberghaus mit der neuen Ausstellung und das Mausoleum, sowie Objekte, deren Teilnahme am Tag des offenen Denkmals schon langjährige Tradition ist, wie das Technikmuseum und die Wallwitzburg. Dabei konnte man selbst im Technikmuseum auf hölzerne Spuren in Form von Propellerflügeln stoßen.

Auch einige Kirchen öffneten wieder ihre Türen.

Rückblick
Faltblatt

Faltblatt 2012

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