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Landschaftliche Zonen

In vielen Städten Ostdeutschlands werden derzeit leer stehende Gewerbe- und Industriegebäude und überzählige Wohnhäuser abgebrochen, so auch in Dessau-Roßlau. An deren Stelle soll im Stadtteil Dessau nach einem flexiblen Umbaukonzept Schritt für Schritt ein zusammenhängender Landschaftszug entstehen. Auf diese Weise wird ein Stück Natur in die Stadt geholt – genau dort, wo städtische Gebiete als solche nicht mehr funktionieren und brach liegen.

Entscheidend für die neue Gestalt der Stadt Dessau-Roßlau wird die kontrastierende Wirkung von dichten urbanen Kernen und der erzeugten Weite in den Landschaftszügen sein.

Das Dessau-Wörlitzer Gartenreich zählt zu den bedeutendsten historischen Kulturlandschaften Europas. Es ist Teil eines umfassenden Reformwerkes im Zeitalter der Aufklärung in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, zu dem neben pädagogischen und wirtschaftlichen Reformen u. a. auch ein Landesverschönerungsprogramm gehörte. Das Gartenreich steht für die Idee, das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden. Heute gehört es zum UNESCO-Welterbe. Es war daher ein nahe liegender Gedanke, sich dort für den neuen Landschaftszug Anregungen zu suchen und sozusagen das „Gartenreich in die Stadt zu holen“.
Das wichtigste Element ist deshalb die Fläche. Das Landschaftsbild ergibt sich über unterschiedliche Pflege- und Bewirtschaftungsformen und die Integration bestehender Vegetation oder Bebauung. So wird sich der Landschaftszug überwiegend als weite offene Gras- bzw. Sukzessionslandschaft darstellen.
 Module und  Motive sind die übergeordneten Elemente im Dessauer Landschaftszug.

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