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Stadtgeflüster – Weitersagen!  

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Auf Streife mit dem Stadtordnungsdienst

Es ist ein ganz normaler Donnerstag im Stadtgebiet von Dessau-Roßlau. Ich befinde mich mittendrin in meinem Revierdienst. Wer ich bin, fragen Sie? Ich bin Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes. Einer der Verwaltungsvollzugsbeamten, die Ermittlungs- und Vollzugsaufgaben für alle Ämter der Stadtverwaltung wahrnehmen. Ich bin schon lange im Job und habe viel im Außendienst erlebt. Heute dürfen Sie mich gerne einmal auf meiner Streife begleiten.

Bis jetzt habe ich schon einige Fahrzeuge verwarnt, weil die Fahrer die geltenden Verkehrsregeln nicht beachtet haben. Eines stand sogar so rücksichtslos, dass es Rettungsfahrzeuge im Notfall behindert hätte. Da stimmen Sie mir doch sicherlich zu, dass es hier kein Pardon geben darf.

Als ich gerade einen Besucher aus Hannover verabschiede, dem ich den Weg zum Technik-Museum beschrieben habe, klingelt mein Diensthandy. Auf dem Display erscheint die Nummer 0340-204 2800. Der Dispatcher, Ansprechpartner für alle Bürgeranliegen im Ordnungsamt, möchte mich sprechen. Er meldet mir den Hinweis eines Anwohners über einen verunreinigten Containerstellplatz in Dessau-Alten. Ich bestätigte den Auftrag und fahre in Richtung des "Tatorts".

Dort angekommen, sehe ich in einem Fahrzeug neben mir eine selbstgemalte Parkuhr und die Worte "Sorry liebe Politesse, das Auto ist neu. Ich habe noch keine Parkuhr". So viel Kreativität bedarf eines Grußes. Ich befestige also eine blaue Parkscheibe aus meinem Sortiment unter dem Scheibenwischer und begebe mich mit einem guten Gefühl in Richtung Containerstellplatz.

Der sieht wirklich wüst aus. Was ich dort erlebt habe, berichte ich Ihnen bei unserer nächsten gemeinsamen Streife.

Ihr Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung

Weitere Informationen zum Stadtordnungsdienst finden Sie unter: www.dessau-rosslau.de => Ordnung und Verkehr => Stadtordnungsdienst

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Wenn Bäume reden könnten

Wenn jemand etwas zu flüstern hat, dann wohl ich. Gestatten Sie, Tilia cordata ist mein Name, bekannt auch als die schönste Winterlinde in der Zerbster Straße auf dem Fußweg nicht weit vom Rathaus. Hier stehe ich mit meinen Kolleginnen und glauben Sie mir, das ist ein schwerer Job, gerade jetzt. Manchmal sind in meiner Straße auch Kolleginnen anderer Profession, die es nicht leicht haben, aber das ist ein anderes Thema.

Im Sommer saßen die Leute noch gerne in meinem Schatten und tranken auf mein Wohl, doch da hatte ich ja auch noch alle meine Blätter. Ich dagegen hatte auch großen Durst. Um mich herum ist alles gepflastert. Es kommt zu wenig Regenwasser zu meinen Wurzeln, gegossen wurde ich nur ganz selten und meine Blätter wurden welk. Manchmal stellen sich auch die Autos auf meine empfindlichen Füße.

Aber jetzt im Winter wird es echt hart für mich, denn mein heimatlicher Prachtboulevard muss selbstverständlich eisfrei sein. Die Menschen verteilen unter mir Streusalz und ich kann mich nicht mal dagegen wehren. Das Salz dringt über das Schmelzwasser in den Boden und meine Feinwurzeln werden schwarz und sterben ab. Ist der Salzgehalt besonders hoch, werden sogar meine Blätter braun und fallen schon im nächsten Sommer zu Boden. Ohne Blätter hat es sich für mich ausgeflüstert. Meine Straßenbaumkolleginnen, die Linden und Kastanien, leiden besonders an der Ausbringung von Streusalz.

Liebe Menschen, verwendet im Winter bei Schnee und Eis bitte abstumpfende Streumittel wie Splitt, Sand oder Granulat. Ihr schont damit meine Wurzeln, aber auch die Wurzeln von meinen Freunden, den Sträuchern. Ich danke es Euch im kommenden Jahr mit Schatten und Kühle an heißen Sommertagen. Mit meinen vielen Blättern halte ich den Staub fest und reinige für euch die Luft.

Ihr Amt für Umwelt- und Naturschutz

Ausführlichere Informationen sind zu finden unter:
http://www.dessau-rosslau.de => Umwelt und Klimaschutz => Naturschutz => Baumschutz

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Wichtiges zum Personalausweis

Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen und der Chef meint, wegen der derzeitigen Auftragslage kann noch offener Urlaub genommen werden. Also: Flugs die Liebste gefragt, wohin sie denn noch einmal möchte über ein paar Tage Resturlaub. Die Antwort lautete: Natürlich in die Sonne" … Tja, was tut man nicht so alles für sein Glück. Im Reisebüro wurden Kataloge gewälzt und schließlich war ich sehr glücklich mit einem super Schnäppchen, was mir angeboten wurde. Dann kam der Hinweis darauf, dass für den EU-Raum ein gültiger Personalausweis zum Fliegen reicht, außerhalb der EU benötige ich einen gültigen Reisepass. Na ja, dachte ich, alles kein Problem.

Angekommen zu Hause und beim Überbringen der tollen Nachricht zum kurzfristigen Urlaubsziel fragte mich meine Frau doch: "Schatz, unsere Dokumente sind doch noch gültig, oder?" Ein Blick auf meinen Personalausweis und auch den Reisepass lies mich dann aber doch erschreckt auffahren. Oh nein! Beides abgelaufen seit einem guten Monat … Ja, man schaut eben nicht drauf bei all der Arbeit und dem Alltag. Und nun?

Beim Anruf im Bürgeramt und der Bitte nach einem kurzfristigen Termin für neue Dokumente zeigte sich: Sieh an, unser Bürgeramt hat ja die ganze Woche über geöffnet und zudem auch noch an zwei Samstagen im Monat und es arbeitet ohne Terminvergabe. Also nichts wie hin mit meiner Frau, jeder ausgestattet mit aktuellen Passbildern und Geld. Die freundliche Mitarbeiterin im Bürgeramt erklärte dann auch, dass die Bearbeitungszeit ca. 4 Wochen beträgt, wir aber noch in der Frist bis zum Urlaubsantritt liegen würden und somit unsere Dokumente rechtzeitig bekämen. Bei sehr kurzfristig benötigten Dokumenten gäbe es zwar auch die Möglichkeit von Express-Reisepässen, diese wären aber fast doppelt so teuer wie ein normaler Reisepass. Weiterhin wies sie uns darauf hin, dass jeder deutsche Bürger, sofern er 16 Jahre alt ist und der Meldepflicht unterliegt, nach dem Gesetz verpflichtet ist, einen gültigen Ausweis zu besitzen. Es muss kein Personalausweis, kann auch der Reisepass sein. Es lohne sich, auch ohne Urlaubsbuchung, hin und wieder mal auf die Gültigkeit zu schauen.

Nach der Vorsprache im Bürgerbüro meinte meine Frau, das sei ja nochmal gut gegangen und auf den Schreck könnten wir auch ruhig einen Kaffee in der Innenstadt trinken gehen. Gesagt, getan. Und was lehrt uns das jetzt: Es gibt das Sprichwort “Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben.” Lieber vorher hin und wieder mal auf die Personaldokumente schauen, ob sie noch gültig sind. Damit sich die Stressmomente vor der Reise reduzieren.

Ihr Amt für Sicherheit und Ordnung

Mehr unter: www.dessau-rosslau.de - Bürgerservice - Bürgeranliegen - Leistungen des Bürgeramtes - Personalausweis und Reisepass

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Anliegerpflichten Teil 2

Im letzten Monat haben wir geflüstert, dass die Laubbeseitigung ein Teil Ihrer Anliegerpflichten ist.

Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter - wir Grundstückseigentümer sind manchmal ganz schön gebeutelt. Da denkt man nun, dass die Vegetationsperiode dem Ende zu geht, das Unkraut  auf dem Gehweg und in der Straßenrinne weniger wird, das Laub nahezu von den Bäumen gefallen ist und die Reinigung vor dem eigenen Grundstück, die ich ja mindestens aller zwei Wochen vornehmen muss, etwas einfacher wird… Aber nein - was steht vor der Tür? Der Winter! 

Nun heißt es auch noch vorbereitet sein und rechtzeitig alles Nötige parat stellen. Den Schneeschieber vom Boden oder aus den Keller gekramt und schauen, ob er auch funktionstüchtig ist. Den Vorrat an Streugut checken. Vielleicht ist ja noch vom letzten Winter etwas übrig, das noch verwendet werden kann. Aber lieber noch etwas mehr einkaufen, als später nix mehr zu haben. Sie erinnern sich noch an den Winter 2010/2011, als alle Vorräte an Streumaterialien so gut wie aufgebraucht waren? Gut, von mir aus kann der Winter kommen! Ich bin vorbereitet! Oje, da fällt mir ein, was mach ich, wenn es während meines Winterurlaubs schneit oder an den Weihnachtsfeiertagen, an denen ich auch nicht zu Hause bin? Ich werde mir eine Firma suchen, die die Winterdienstpflichten in der Zeit meiner Abwesenheit für mich übernimmt. Das muss ich auch noch ganz schnell regeln und dann habe ich für alles gesorgt. Eine Haftpflichtversicherung habe ich auch, denn die ist wichtig, sollte es doch einmal zu einem Unfall vor meinem Grundstück kommen. Man weiß ja nie. Sind auch Sie versichert? Prüfen Sie es einmal!  

Nun kann ich mich auf die schönen Seiten des Winters freuen - den Urlaub und die Feiertage genießen und muss mir keine Gedanken machen, wenn Schnee und Eis in den nächsten Wochen vielleicht unseren Alltag bestimmen.

Mit Sicherheit wird es den einen oder anderen Tag geben, an dem wir vor Arbeitsbeginn noch den Schneeschieber schwingen müssen oder hier und da eine Hand voll Sand auf den Gehweg streuen sollten.

Aber trotz all der Widrigkeiten, die der kommende Winter vielleicht bringen mag, hat auch diese Jahreszeit ihren ganz besonderen Reiz, den man genießen sollte.   

Ihr Tiefbauamt

Und wer es genau wissen will:
 Winterdienstsatzung
 Straßenreinigungssatzung

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Laubbeseitigung - eine Anliegerpflicht

Die sonnenreichen Tage neigen sich dem Ende. Leider, werden die meisten von uns denken. Aber: Auch die kommende Jahreszeit ist eine sehr schöne Zeit, wenn hier und da die Sonnenstrahlen durch das rot, gelb und braun gefärbte Blätterwerk unserer Bäume scheinen. Welch ein faszinierendes Farbenspiel, welches die Natur sich da einfallen lässt.

Aber leider ist auch das nicht von Dauer. Die Blätter fallen von den Bäumen und damit beginnt für eine Reihe von Grundstückseigentümern der andere Teil des Herbstes. Regelmäßig, ja manchmal auch täglich, sieht man nun die Leute vor ihren Türen das Laub von den Straßen, Gehwegen und den Grünflächen zusammenfegen. Das ist auch gut so, denn nasses Laub kann sehr rutschig sein. Wer möchte schon haftbar gemacht werden, wenn ausgerechnet vor seinem Grundstück jemand ausrutscht.   
Doch wohin mit dem ganzen Laub der Bäume?

Über einen schönen Laubhaufen im eigenen Garten, gut geschützt, freut sich so mancher Igel, da dies ein willkommener Platz für den Winterschlaf ist.

Oder das Laub findet Platz auf dem eigenen Kompost und wird wieder zu schöner Erde, die dann im Garten verarbeitet werden kann. Aber natürlich kann das Laub auch entsorgt werden. Dazu findet es entweder noch Platz in der Biotonne oder es wird über die offiziellen Laubsäcke der Stadt Dessau-Roßlau entsorgt. Diese kompostierbaren Papiersäcke können zusätzlich gekauft und dann am Entsorgungstag der Biotonne in unbegrenzter Anzahl mit bereitgestellt werden. Damit diese aber bis zur Entsorgung nicht durchweichen und kaputt gehen, empfiehlt sich bis zum Entsorgungstag eine trockene Lagerung auf dem eigenen Grundstück.

Sicherlich werden sich auch einige fragen: "Was geht mich das Laub der Bäume vor meinem Grundstück an? Die gehören doch der Stadt, soll die sich kümmern!" Aber weit gefehlt! In den meisten Straßen sind die Straßenreinigungspflichten und somit auch die Laubbeseitigung- und entsorgung auf die Anlieger übertragen. Denn Laub ist wie Kehricht zu behandeln.                                       

Bedenken Sie immer, dass wir auch Bäume in der Stadt zum Leben brauchen. Sie sorgen für Sauerstoff und bieten Lebensraum für viele kleine Lebewesen. Im Sommer spenden sie uns Schatten und sie erfüllen unsere Straßen mit Leben.

Genießen Sie die Schönheit des Herbstes …
Ihr Tiefbauamt

Und hier zum Nachlesen die Straßenreinigungssatzung:
http://www.dessau-rosslau.de/downloads/Deutsch/Buergerservice/Stadtrecht/strassenreinigungssatzung_2012.pdf
 

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Vom richtigen Umgang mit Gelben Säcken

Leider bin ich schon wieder gezwungen, meinen Ruf als mit erhobenem Zeigefinger umherlaufender Oberlehrer zu bestätigen.

Also, ich war gestern ein wenig an Elbe und Mulde spazieren und habe da mit meinem Freund, dem Frosch - Pelophylax Esculentus - , unser Mittagspfeifchen geraucht. In der Zeit hat sich direkt vor meinem Haus das Unglück ereignet. Zu meinem Freundeskreis gehört auch Ralf Huckebein, ein Rabe - Corvus corax. Sein Bruder Hans und dessen trauriges Ende sind ja durch Wilhelm Busch weltberühmt geworden.

Also, Ralf hat bei mir geklingelt, aber ich war ja nicht da. Und so hat er sich gegenüber auf den Zaun gesetzt, wollte auf mich warten. Und an diesem Zaun hingen schon mehrere gelbe Säcke, obwohl diese erst nächste Woche abgeholt werden. Und dann hatte irgendjemand in einen Sack eine volle Packung mit Weinbrandbohnen geworfen.

Ralf hatte immer ein gutes Näschen, und manchmal war er auch kein Rabe, sondern ein Schluckspecht. Also hat er die Säcke der Reihe nach mit seinem Schnabel aufgehackt und schließlich die Weinbrandbohnen gefunden. Mit der Schachtel muss er sich dann auf den Zaun gesetzt haben. Da ich später nur eine Weinbrandbohne gefunden habe, muss er die anderen elf Stück aufgefressen haben. So auf dem Zaun sitzend, in der prallen Mittagshitze. Und da ist es passiert. Ralf ist vom Zaun gefallen und am Faden eines gelben Sackes hängengeblieben. So habe ich ihn gefunden.

Ralf könnte noch leben, wenn sich alle an die Vorschriften hielten: gelbe Säcke am Abfuhrtag bis 7:00 Uhr oder am Abend zuvor auf die Straße stellen, aber nicht eher. Es sind nicht nur Raben, die die Säcke durchwühlen, es gibt auch Ratten, Igel, Krähen, Füchse und Waschbären. Deshalb gehören nur leere Verpackungen in die gelben Säcke und keine Lebensmittel, egal welcher Art. Steht ein gelber Sack eine Woche auf der Straße, kann auch ein Sturm ihm den Garaus machen.

Wissen sie, wie es gestern da bei uns vor dem Haus aussah? Das konnte unmöglich so bleiben. Ich hätte das Aufräumen nie allein geschafft, aber Witwe Bolte hat mir geholfen und eine Rolle gelbe Säcke bei der Stadtpflege in der Wasserwerkstraße geholt.

Eine Information des Eigenbetriebes Stadtpflege

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Wetten, dass auch Sie die Eier nicht finden werden

…nein, es handelt sich nicht um die vorgezogene Osterausgabe des Amtsblattes. Und wir wollen auch keine Fernsehspielshows wiederbeleben. Und mit langen Ohren hat es nur bedingt zu tun.
An Mulde und Elbe entstehen viele Sand- und Kiesinseln mit unterschiedlichsten Körnungen. So störend sie vom Binnenschiffer empfunden werden, so zahlreich und vielgestaltig sind die Nutzer dieser Strände auf Zeit. Es handelt sich um Spezialisten, die auf stabilen Landlebensräumen keine Chance hätten. Diese Lebewesen haben Strategien entwickelt, sich mit stark wechselnden Wasserständen zu arrangieren. Der Flußregenpfeiffer mit seiner perfekten Tarnung sorgt dafür, dass es selbst dem geübten Auge nahezu unmöglich ist, den Nachwuchs im Steingewirr zu entdecken.

Der Aufenthalt auf den Inseln stört die Brutpflege und sorgt nach wenigen Minuten dafür, dass Eier oder Jungtiere auskühlen, bzw. durch die freie Sonneneinstrahlung überhitzen. Selbst der gewogene Naturfreund wähnt sich allein auf den "einsamen" Inseln und sorgt mit seinem Aufenthalt für dramatische Situationen.

In der Abendsonne waren zwei Jungs bewaffnet mit Smartphone und jeder Menge Neugier auf den Kiesbänken der Muldemündung unterwegs. Die Flussregenpfeifer begleiten sie aufgeregt und wurden von den Jungs dabei beobachtet. Im Gegensatz zur viel geäußerten Meinung, dass Kinder von heute computerzockende Smartphonezombies sind, zeigt sich hier ein Bild von aufmerksamen und durch ein freundliches aber klärendes Wort beeinflussbaren jungen Menschen.

Die so raren Lebensräume müssen teilweise auch mit der Macht des Naturschutzgesetzes gegen grillende, Musikboxen aufstellende, sich sonnende oder liebende, telefonierende, über den gemeinen Naturschützer philosophierende und rumbrüllende, sich mit Selfiestick selbst darstellende, bootfahrende und drohnenstartende Mitmenschen bewahrt werden. Liebe Mitmenschen, kommt in die Natur, beachtet aber ihre Besonderheiten.

Wetten, dass die genannten Menschen keine Chance haben, ein Gelege des Flussregenpfeifers auf einer Kiesbank zu finden? Gern kann sich jedermann an einem Wettbewerb mit einem Gelege aus Gips, außerhalb der Brutzeit und der Naturschutzgebiete, beteiligen (Anmeldung: 0340/204-2083 oder  umweltamt@dessau-rosslau.de). Der Preis für den ersten erfolgreichen Finder ist ein Buch mit dem Titel “Lebensraum großer Strom”.

Nun zu den indirekten langen Ohren (siehe oben). Wer wiederholt bei Störungen auf den Kiesbänken erwischt wird, hat mit denselben oder mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

Ihr Amt für Umwelt- und Naturschutz

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Angeln mit Niveau

Nach Frau Böck, der Witwe Bolte und ihrem Hund, dem Spitz, muss ich mich heute selbst einmal zu Wort melden. Eigentlich wollte ich das über mich verbreitete Klischee - mit erhobenen Zeigefinger umherlaufender Oberlehrer - widerlegen, aber leider wird daraus nichts! 

Wissen Sie, ich gehe gern nach dem Mittagessen ein wenig an Elbe und Mulde spazieren. Ich habe mich da mit einem Frosch - Pelophylax Esculentus - angefreundet und wir zwei rauchen dann immer zusammen unser Mittagspfeifchen.

Also, wir hatten gerade unsere Pfeifen angebrannt und uns am Ufer niedergelassen, da kommt so ein Taugenichts, wirft eine Matratze auf die Böschung, hängt eine Angel ins Wasser, packt Bierbüchsen und Esswaren aus. Als er sich dann ein Würstchen auswickelt und die Folie ins Wasser wirft, da ist in mir der Pädagoge erwacht. Ich richte mich mühsam auf und will den Angler zur Rede stellen, da sehe ich, ein Mann in Uniform ist schneller. Aber noch schneller war der Taugenichts, hat sich ruck-zuck seine Angel geschnappt, hat den Mann mit einer Bierbüchse beworfen und weg war er.

"Sehen Sie", sagte der Mann zu mir, "das war wieder so ein angeblicher Angelfreund. Der hat keinen Lehrgang besucht und keine Fischereiprüfung abgelegt, was gar nicht so schwer ist und auch nicht so viel kostet. Und eine Angelberechtigung, dass er hier angeln darf, hatte er garantiert auch nicht." 
"Und sein Abfall bleibt nun auch noch hier liegen", habe ich hinzugefügt. "Aber wenn wir ihn kriegen", sprach der Mann zornig, "dann wird es für ihn teuer."
Neugierig geworden habe ich den Herrn gefragt: "Wenn Sie sich so gut auskennen, wie kommt man dann zu einem Fischereischein und einer Angelgenehmigung?"

"Ganz einfach", lächelte der Mann, "Sie melden sich beim Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung zur Fischerprüfung an. Man kann auch beim Angelverein eine Jugendfischer- oder Friedfischfischerprüfung  unter erleichterten Bedingungen ablegen. Wenn Sie dann den Fischereischein haben, kann man Mitglied im Angelverein werden. Das hat den Vorteil, dass man an allen Angelgewässern, die die Angelvereine in Sachsen-Anhalt gepachtet haben, kostenlos angeln kann oder man erwirbt käuflich in den Angelläden eine Angelberechtigung für ein oder mehrere Gewässer." Dann drehte er sich um: "Ich muss los, vielleicht kriege ich den Kerl noch!"  

Als ich mich wieder zu meinem kleinen Freund setzen wollte, habe ich das Malheur gesehen: Die Bierbüchse hatte den Frosch am Kopf getroffen und er war schwer verletzt. Ich habe erste Hilfe geleistet und einen Kopfverband angelegt. Dann habe ich ihn mitgenommen und bei mir gepflegt.            

Übrigens, den liegen gebliebenen Müll habe ich als ordentlicher Mensch und Naturfreund auch noch mitgenommen.

Drei Wochen war der Frosch so krank!
Jetzt raucht er wieder, Gott sei Dank!

Eine Information des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung

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Hundekot

Wuff! Schön, dass Sie heute einmal mir zuhören. Mir, dem Spitz von Witwe Bolte! Ja, ich war der, der mit ansehen musste, wie Max und Moritz die gebratenen Hühner durch den Schornstein angelten. Und ich war der, der anschließend den Zorn der Witwe Bolte abbekam. 

Mit dem Löffel groß und schwer
Geht es über Spitzen her;
Laut ertönt sein Wehgeschrei,
Denn er fühlt sich schuldenfrei.

Wenn ich daran denke, schmerzt mir immer noch das Fell. Aber ich will mich nicht beklagen. Von diesem schlimmen Ereignis einmal abgesehen, ist mein Frauchen schon in Ordnung. Ich habe ein weich gepolstertes Körbchen in der warmen Stube, regelmäßig wird mein Fressnapf gefüllt und immer nach dem Mittagessen macht Witwe Bolte mit mir einen Spaziergang.  

Aber seit zwei, drei Jahren sind diese Ausflüge auch nicht mehr so entspannt. Ich hatte gerade auf dem Fußweg vor dem Haus, in dem die nette Pudeldame wohnt, meinen - na, ja - Haufen abgesetzt und war dann mit der Witwe Bolte einige Meter weitergelaufen. Da stand plötzlich Lehrer Lämpel vor uns - mit erhobenem Zeigefinger. 

"Frau Bolte", hat er gesagt, "so geht es nicht! Wenn Ihr Hund hier auf die Straße oder auch im nächsten Park sein Geschäft macht, müssen Sie den Haufen auch wegmachen!"
Mein Frauchen hat ganz entsetzt geschaut und ich wäre am liebsten nach oben gesprungen und hätte Lehrer Lämpel gern in den erhobenen Zeigefinger gebissen! Aber in meinem Alter kann ich nicht mehr so hoch springen!

"Frau Bolte", fuhr Lehrer Lämpel fort, “wenn Sie diesen Haufen einfach liegenlassen, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit." Auf den entsetzten Blick meines Frauchens hat er hinzugefügt: "Es kann teuer werden, aber Sie müssen nicht mit Mördern und Bankräubern in eine Zelle."

Ich höre noch, wie mein Frauchen dann gefragt hat: "Soll ich jetzt etwa den Haufen so in meine Handtasche stecken?" Da habe ich Lehrer Lämpel zum ersten Mal lächeln gesehen. "Nein, Frau Bolte, hier haben Sie eine kleine Plastetüte, da kommt der Haufen rein. Und diese Tüte nehmen Sie mit bis zum nächsten Papierkorb oder auch nach Hause! Und in Zukunft haben Sie immer eine solche Tüte dabei, wenn Sie mit Spitz unterwegs sind!

Und nach einer kleinen Pause meinte Lehrer Lämpel noch: "Andere Menschen finden es gar nicht gut, wenn sie die Haufen fremder Hunde wegräumen müssen. Und noch schlimmer ist es, wenn sie in so einen Haufen treten. Das wollen Sie doch auch nicht!" 

Auf dem Heimweg haben wir noch eine Rolle solcher Tütchen im Supermarkt  gekauft. Und mein Frauchen hat jetzt immer solche Tütchen bei unseren Spaziergängen dabei. Und ehrlich gesagt, es macht mir sogar Spaß, wenn sich, nachdem ich mein Geschäft verrichtet habe, Witwe Bolte mit einer Tüte laut schnaufend bückt.

Eine Information des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung

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Open-Air-Konzerte, Sommerkino & Co.

Wer kennt das nicht im Sommer? In ganz großen Städten füllen Urgesteine des Rocks die Stadien, in Dessau-Roßlau sind regionale Größen der Unterhaltungsbranche die musikalischen Leckerbissen der Stadtfeste im Zeichen von Dreispitz oder Elbsegler und auf so mancher Kleinkunstbühne zirpt abends ein längst vergessener C-Promi auf der Schalmei. Alljährlich stört aber auch der Headbanger in seiner schwarzen Kutte oder Club-Mix-DJ-Rumtata das Idyll suburbaner Geruhsamkeit.
Immissionsschutzrechtlich sind solche Veranstaltungen Anlagen, die sog. Freizeitlärm verursachen und die deutsche Bürokratie wäre nicht sie selbst, hätte sie nicht eigens hierfür eine Richtlinie zur einheitlichen Bewertung hervorgebracht. Denn über all diesen Events schwebt das Damoklesschwert des Lärmschutzes und nicht jeder kann und muss Verständnis dafür aufbringen, dass er am Wochenende um seinen Schlaf bzw. die wohlverdiente Ruhe gebracht wird.

Damit das nicht passiert, schreibt die Freizeitlärmrichtlinie Immissionsrichtwerte vor und benennt Ausnahmen für seltene Veranstaltungen, bei denen an der betroffenen Wohnbebauung 70 dB(A) tags (6-22 Uhr) und 55 dB(A) nachts eingehalten werden sollen. Eine Verschiebung des Nachtbeginns bis zu 2 Stunden ist möglich. Die Regelungen greifen bei hoher Standortgebundenheit, sozialer Adäquanz und Akzeptanz eines Festes mit kommunaler Bedeutung, d.h. solche Feste dürfen auch mal lauter sein, da es keinen Sinn macht, aus Lärmschutzgründen z.B. das Schifferfest auf den Flugplatz zu verlegen. Daher sollen bei kommerziellen Open-Air-Konzerten die letzten Gitarrenriffs und Trommelwirbel i.d.R. 23 Uhr verklungen sein, während das Leopoldfest den Bonus der sozialen Funktion und Bedeutung besitzt und der Tagrichtwert berechtigt bis 0 Uhr gilt. Später sind noch 55 dB(A) zulässig.

Keine Angst, ein Lärmpegel von 70 dB(A) lässt das Trommelfell nicht platzen und entspricht etwa der Verkehrslärmbelastung an Hauptverkehrsstraßen. Gehört Verkehrslärm zu den störenden und allseits vorhandenen Umgebungsgeräuschen in der Stadt, so wird der Musiklärm in gleicher Intensität aufgrund der Geräuschcharakteristik, dem Zeitpunkt des Auftretens und der Ortsunüblichkeit häufig deutlich störender empfunden. Um solche Störungen nicht zur Gewohnheit werden zu lassen, ist die Zahl der zulässigen seltenen Veranstaltungen auf 18 Tage im Jahr und nicht mehr als 2 Wochenenden hintereinander begrenzt.

Das Amt für Umwelt- und Naturschutz wünscht einen ungestörten Genuss der kulturellen Vielfalt.

Mehr unter:  www.dessau.de/Deutsch/Umwelt-und-Klimaschutz/Luft-Laerm/
 

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Illegale Elektroaltgerätesammlungen

Haben Sie im letzten Monat das gelesen! Wie naiv ist denn diese Person, diese Witwe Bolte? Na ja, nachdem damals Max und Moritz meinem Mann, dem Schneidermeister Böck so übel mitgespielt hatten und er nach dem Sturz in den kalten Bach das Magendrücken kriegte, hatte Wilhelm Busch schon richtig erkannt:

Hoch ist hier Frau Böck zu preisen!
Denn ein heißes Bügeleisen,
Auf den kalten Leib gebracht,
Hat es wiedergutgemacht.

Denkste! Das Magendrücken ist mein Mann nie mehr losgeworden. Regelmäßig muss ich mit dem Bügeleisen ran. 

Glücklicherweise gibt es heute richtig moderne, elektrische Bügeleisen. Nur, die Dinger halten nicht ewig, na ja, wie alle elektrischen Geräte überhaupt. Und was macht man dann? Jedenfalls die kaputten Geräte nicht zu einem Spaziergang an Elbe und Mulde mitnehmen. Dann vielleicht auf die Straße stellen. Ich habe ja oft genug solche komischen Zettel im Briefkasten: "WIR HOLEN ALLES AB!" Bevor ich etwas falsch mache, habe ich lieber Lehrer Lämpel gefragt. Der hat mich gelobt, wieder seinen Zeigefinger erhoben und geredet wie in alten Zeiten.

"Frau Böck", hat er gesagt, "stellen Sie bloß nicht das kaputte Bügeleisen nach so einem Zettel an den Straßenrand. Altkleider dürfen so gesammelt werden, aber keine elektrischen Geräte. Eine solche Sammlung ist illegal und Sie begehen damit eine Ordnungswidrigkeit.
"Um Gottes Willen", habe ich da ausgerufen. Muss ich etwa auch mit  Mördern und Bankräubern in eine Zelle?"
Aber Herr Lämpel hat mich gleich beruhigt. "Nein, Frau Böck", hat er gesagt, "aber es kann teuer werden, teurer als ein neues Bügeleisen.
Elektro- und Elektronikaltgeräte gelten als gefährlicher Abfall und dürfen in unserer Stadt nur von Händlern elektrischer Geräte zurückgenommen oder von der Stadtpflege eingesammelt werden. Alles andere ist illegal." 

"Und wie werde ich mein Bügeleisen nun ganz legal los?" habe ich da Lehrer Lämpel gefragt.
Der Zeigefinger ging wieder nach oben. "Das ist doch alles ganz einfach. Sie können am Scherbelberg alle alten oder kaputten Elektrogeräte kostenlos abgeben. Oder Sie melden bei der Stadtpflege in der Wasserwerkstraße die Abholung an. Sie können jedoch auch unter 0340/204-1572 anrufen oder, wenn Sie wie ich einen Computer haben, online auf der Homepage der Stadtpflege die kostenlose Abholung anmelden."

So ein Angeber mit seinem Computer, habe ich mir da gedacht, mich rumgedreht und bin gegangen. Aber Lehrer Lämpel musste mir noch etwas hinterherrufen. "Wenn Sie wieder einmal so einen Zettel im Briefkasten haben, sollten Sie gleich unser Amt für Umwelt- und Naturschutz unter 0340/204-2083 anrufen, damit die dann solchen illegalen Sammlern das Handwerk legen können."

Mein Elektroherd ist noch in Ordnung. Auf ihm mach ich jetzt für meinen Mann und mich den Sauerkohl warm, den die Witwe Bolte gestern gebracht hat.

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Schadstoffe aus privaten Haushalten

Vorstellen muss ich mich bestimmt nicht! Seit der unglückseligen Geschichte mit Max und Moritz kennt mich, die Witwe Bolte, doch jeder!
Hühner habe ich schon lange nicht mehr, aber Sauerkohl ist noch immer mein Lieblingsgericht. Wie hat Herr Busch damals so schön geschrieben:

Dass sie von dem Sauerkohle
Eine Portion sich hole,
Wofür sie besonders schwärmt,
Wenn er wieder aufgewärmt.

Bin ich doch neulich in den Keller gegangen, um noch einen weiteren Steinguttopf aufzustellen. Wissen sie, ich mach mein Sauerkraut immer noch selbst. An das Zeug aus dem Glas im Supermarktregal werde ich mich nie gewöhnen. Aber wo sollte ich den Topf aufstellen? Alles voll! Kein Platz! Aber in einer Ecke standen noch Flaschen und Gläser von meinem Verflossenen. So mit Farben, mit Öl, mit Quecksilber und mit mir unbekannten Essenzen. Und von einigen Flaschen grinste mich ein Totenkopf an, da ist es mir gleich eiskalt über den Rücken gelaufen.

Da ich den Platz für den Topf brauchte, habe ich zwei alte Taschen genommen und alles eingepackt. Habe mir gedacht, nimmst das Zeugs zum nächsten Spaziergang an Elbe und Mulde mit. Ich kenne da nämlich Ecken, da liegt schon Müll. Also, ich los, aber nur mit einer Tasche, beide sind mir in meinem Alter zu schwer. 

Glücklicherweise habe ich da meinen Freund, den Lehrer Lämpel getroffen und ihm erzählt, wo ich hin will. "Mensch, Frau Bolte", hat er da gerufen und wie in alten Zeiten seinen Zeigefinger erhoben. "Wollen sie auf ihre alten Tage noch ins Gefängnis?" hat er mich gefragt. Und dann noch hinzugefügt: "Was sie vorhaben, ist eine Straftat." Da habe ich mich mit Mördern und Bankräubern in einer Zelle gesehen und musste weinen.
Aber Herr Lämpel hat mich gleich getröstet. Das ist doch alles ganz einfach. "Da sie ihre Abfallgrundgebühr pünktlich bezahlt haben, können sie jeden Samstag am Scherbelberg solche Schadstoffe kostenlos abliefern."

“Aber wie soll ich mit meinen alten Beinen bis dahin kommen?”, habe ich da gefragt. Lehrer Lämpel wusste auch hier wieder Rat: "Dreimal im Jahr - immer im März, Juli und Oktober - findet im Auftrag der Stadtpflege eine mobile Schadstoffsammlung überall in der Stadt statt."

Und dann hat er gleich alle Termine genannt und die Orte, wo das Schadstoffmobil hält und was die so alles annehmen. Von diesem vielen Gerede hat mir der Kopf gebrummt. Und ich habe mir auch nicht alles merken können. Damit Ihnen aber nichts entgeht, steht in diesem Amtsblatt im amtlichen Teil alles fein säuberlich aufgeschrieben. Oder auf der Homepage der Stadtpflege. Oder im Abfuhrkalender für 2016 auf den Seiten 10 und 11.

So, machen Sie's gut, ich mache mir jetzt eine Schüssel Sauerkohl warm!

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Füttern von Tauben

Die Gabe von Körnern und Knödeln in Maßen hilft den vielen hungrigen Schnäbeln durch den Winter. So hat dann der kleine Tierfreund auch im nächsten Jahr wieder seine Freude über die Brut der Kohlmeise im selbst gebastelten Nistkasten. Informationen, welche Möglichkeiten hier bestehen und welches Futter sinnvoll und geeignet ist, finden Sie ausführlicher auf der Internetseite der Stadt Dessau-Roßlau (www.dessau-rosslau.de) unter dem Menüpunkt Umwelt- und Klimaschutz.

Der Weg vom Tierfreund zum ungewollten Tierquäler kann aber sehr kurz sein und er beginnt sehr häufig an einen Würstchen- oder Dönerstand, wo so mancher seinen Imbiss solidarisch mit einem Schwarm Stadttauben teilt. Brot- und Essensresteführen speziell bei Tauben aber zur Mangelernährung, die Tiere erkranken. Ist das Futter bereits verdorben, bedeutet das für viele Tauben erhebliche Qualen oder gar das Todesurteil. Auch für Spatz & Co. ist ein solches Futter nicht sonderlich bekömmlich. Die angelockten Mäuse und Ratten kommen als Allesfresser damit sehr viel besser klar. Aber eine musikalische Schädlingsbekämpfung, wie sie aus Hameln überliefert ist, wird wohl in unserer Stadt nicht funktionieren.
Aschenputtels fleißige Helfer leben bereits seit 5000 Jahren in menschlicher Obhut und sind damit eine der ältesten Haus- und Nutztiere, erzeugen heute aber sehr zwiespältige Gefühle. Von Verachtung als Schädling bis hin zum heimlich vorm Hungertot bewahrten Geschöpf gibt es alle Extreme, welche der Stadttaube sämtlich nicht gerecht werden. So ist die Empörung über Menschen, die nach brutalen Mitteln gegen die verhassten "Ratten der Lüfte" rufen, berechtigt, denn Gift und Abschuss sind langfristig nutzlos und tierschutzrechtlich falsch.
Daher birgt die Eigenschaft der Stadttauben, Ansammlungen zu bilden, eine große Chance. Die beabsichtigte zentrale Einrichtung von Taubenschlägen ermöglicht die Gesunderhaltung der Tiere über die Gabe von artgerechtem Futter (im Sinne: das Gute ins Kröpfchen), die tierärztliche Überwachung, die Geburtenkontrolle und die Schaffung von Sauberkeit. Der Erfolg dieser Maßnahmen ist jedoch von einer Bedingung abhängig: Es darf außerhalb der eingerichteten Schläge der Tisch nicht reichlich gedeckt bleiben. Aus diesem Grund wird eine Regelung zum Verbot der unkontrollierten Fütterung von Stadttauben vorbereitet.  Es ist erfreulich, dass es Freunde der Tiere gibt und ihnen soll ein Weg geboten werden, mit der Gabe von ungeeignetem  Futter nicht ungewollt zum Tierquäler zu werden.

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Abbrennen von Silvesterfeuerwerk

Man mag es kaum glauben, aber ja, schon wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und die Silvesternacht steht uns bevor. Dies ist dann auch wieder die Zeit der vielen "Hobbyfeuerwerker", die das neue Jahr traditionell mit Böllern, Raketen und Fontänen begrüßen wollen.

Leider ereignen sich zur Silvesterzeit aber auch eine Vielzahl von Bränden und Unfällen, die die Feuerwehr und die Rettungsdienste dann in Atem halten. Hauptursache ist dabei immer wieder das unsachgemäße oder leichtsinnige Hantieren mit Feuerwerkskörpern.  

Damit der Start ins Jahr 2016 auch für jeden gesund und unfallfrei gelingt, sollten alle beim Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen ein paar wichtige Regeln kennen und diese natürlich auch befolgen.

Grundsätzlich dürfen nur in Deutschland zugelassene Feuerwerkskörper verwendet werden, die die amtliche BAM-Kennzeichnung tragen. Sogenannte "Polenböller" sind tabu!

Das Abbrennen von "Erwachsenenfeuerwerk" (Kategorie 2) ist nur Personen erlaubt, die bereits 18 Jahre alt sind und sich nicht im betrunkenen Zustand oder unter Drogeneinfluss befinden.

Auch dürfen diese Feuerwerkskörper nur im Freien verwendet werden und die aufgedruckten Gebrauchsanweisungen sind unbedingt einzuhalten. Dazu gehört insbesondere, dass das Silvesterfeuerwerk nach dem Anzünden nicht in den Händen behalten wird und die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände eingehalten werden.

Eine Selbstverständlichkeit sollte für jeden sein, dass Böller und Raketen nicht in Briefkästen, offene Fenster oder in Personengruppen geworfen oder vom Balkon aus gezündet werden. Die Flugrichtung ist beim Abbrennen immer so zu wählen, dass die Feuerwerkskörper nicht in Häuser oder in leicht brennbare Materialien niedergehen können.

"Blindgänger" dürfen auf keinen Fall nochmals gezündet werden. Nach einer Wartezeit sind diese durch das Tränken in Wasser unschädlich zu machen.

Spätestens ab den 02. Januar, 0.00 Uhr, muss der Spaß an der Knallerei dann aber wieder ein Ende haben, sonst droht für Verstöße ein Bußgeld bis zu 50.000,- €.

Und bitte nach dem Ausschlafen am Neujahrstag nicht das Aufräumen der Reste der abgebrannten Feuerwerkskörper vergessen! Dann klappt es auch mit den Nachbarn.


Einen guten Rutsch und ein erfolgreiches neues Jahr 2016 wünscht Ihnen Ihr Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung.
 

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Winterdienstpflichten für Grundstückseigentümer

Schön, dass Sie für mich alten Schneeschieber ein paar Minuten Zeit haben. Sie können es mir glauben und ich spüre es in meinem morschen Holzstiel auch; der nächste Winter wird hart.

Mein Besitzer hat schon einen neuen Schneeschieber gekauft, so ein elegantes Bürschchen aus Kunststoff und Alu. Ich sage Ihnen, dass wird mit ihm nichts! Schon als er bei der Einweisung hörte, dass ein 1,5 m breiter Streifen vor dem Grundstück werktags von 7 bis 20 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 9 bis 20 Uhr geschoben werden muss, hat er was von einem Acht-Stunden-Tag und einer Fünf-Tage-Woche gemurmelt. Ich sage Ihnen, der Kerl schafft keinen Dauereinsatz über vier Wochen oder länger.

Bei meinem größten Erlebnis hatte allerdings der Schnee keine Rolle gespielt. Ich war bei Blitzeis am Gartentor festgefroren und sah Oma Meyer auf der Straße. Und dann vor unserer Tür; ich hätte nie gedacht, dass Oma Meyer noch so sportlich war. Wie sie die Beine plötzlich so hoch schleuderte, dass die Füße weit über dem Kopf waren, sah dass noch elegant aus. Nur die Landung ist dann völlig misslungen. Aber ein paar Minuten später, im flackernden Blaulicht des Notarztwagens bin ich mir wie ein Filmstar im Blitzlichtgewitter auf dem roten Teppich vorgekommen.

Auch die nächsten Tage waren spannend; mehrmals hat der Postbote geklingelt, um so komische dicke Einschreibbriefe aus einer Rechtsanwaltskanzlei abzugeben. Ich habe später gehört, wie mein Besitzer über den Gartenzaun zum Nachbarn sagte: „Der Sturz von Oma Meyer kostet mich ein Schweinegeld!“

Und weiter erzählte er, dass ihn das Gericht zu Schadensersatz verknackt hätte, weil er auf dem Gehweg keine abstumpfenden Mittel eingesetzt habe. Eigenartige Menschen, diese Richter! Sagen nicht einfach: „Er hätte Sand streuen müssen!“ Nein, sie sprechen über die Nichtanwendung von abstumpfenden Mitteln. Und auch das Argument meines Besitzers, dass es an diesem Tag im Baumarkt kein „abstumpfendes Mittel“ mehr zu kaufen gab, hat der Richter einfach vom Tisch gewischt: daran müsse er eher denken. Ich bitte Sie, haben Sie bei der diesjährigen Hitzewelle an ein abstumpfendes Mittel gedacht? 

Und kurz bevor ich im Frühling wieder in den Schuppen zurück musste, kam noch ein Auto mit der großen Aufschrift: „Versicherung“. Der nette Herr aus dem Auto hat auf meinen Besitzer schon am Tor eingeredet: „Hätten Sie eine Haftpflichtversicherung gehabt, müssten sie in diesem Jahr nicht auf ihren Urlaub verzichten!“

Oh! Es zwackt gerade wieder in meinem morschen Holzstiel. Ich sage Ihnen, der Winter wird hart.

Und sollten Sie noch etwas wissen wollen zu Ihren Winterdienstpflichten als Grundstückseigentümer, dann können Sie sich an das Tiefbauamt (Tel.: 0340/204-2868) wenden.

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Brennstoffe in Kaminöfen & Co.

Viele werden sich noch an den beißenden, realsozialistischen Geruch von verbrannter Kohle erinnern, der erst mit dem Aussterben der Kachelöfen in der Nachwendezeit allmählich verschwand. Aber nicht zuletzt wegen der gestiegenen Öl- und Gaspreise und der angenehmen und heimeligen Wohnatmosphäre erfreuen sich Kaminöfen immer größerer Beliebtheit. Aber auch Brennholz hat seinen Preis und muss erst mühsam herangefahren, gesägt, gehackt und gestapelt werden. Da kann der Geizhals oder der Hobbypyromane dann schon mal auf die Idee kommen, ob er nicht sein Entsorgungsproblem für alte Möbel oder sonstige Althölzer gleich im heimischen Öfchen löst.

Nun hat die kalte Jahreszeit begonnen und pünktlich mit Einbruch der Dunkelheit beginnen die Schlote wieder zu rauchen. Auch wenn man die Rauchfahnen dann nicht mehr so genau sieht, manchmal geben die Gerüche und staubiger oder rußiger Niederschlag in der Nachbarschaft Anlass zum Argwohn, was wohl so alles verbrannt wird und ob nicht vielleicht Gesundheitsgefahren bestehen. Dies ist die Zeit, in der sich auch beim Amt für Umwelt- und Naturschutz die Anfragen und Beschwerden über entsprechende Belästigungen häufen.

Welche Brennstoffe in dem jeweiligen Kaminofen verwendet werden dürfen, ergibt sich aus der vom Hersteller mitgelieferten Betriebsanleitung. Zumeist ist es Scheitholz. In jeden Fall wird es sich hierbei um Brennstoffe handeln, die nach der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen (sog. 1. BImSchV) verwendet werden dürfen. Diese sind, je nachdem, wofür der Ofen ausgelegt ist

  • normgerechte Holz-, Braun- oder Steinkohlen sowie Briketts daraus
  • naturbelassenes stückiges Holz einschließlich Reisig und Zapfen
  • naturbelassenes nicht stückiges Holz, wie Sägemehl, Späne oder Rinde und
  • normgerechte Holzpellets, Strohpellets.

Das Holz darf max. 25 % Restfeuchte besitzen, was nach mind. 2-jähriger witterungsgeschützter Lagerung erreicht wird.

Sperrholz, Spanplatten, Faserplatten und gestrichenes, lackiertes oder beschichtetes Holz sind nur dann zugelassene Brennstoffe, soweit keine Holzschutzmittel, halogenorganische Verbindungen oder Schwermetalle aufgetragen oder enthalten sind. Da eine solche Schadstofffreiheit im Hausgebrauch aber niemals zu garantieren ist, verbietet sich deren Einsatz praktisch von selbst.

Andere Materialien, insbesondere Abfälle, dürfen also keinesfalls verbrannt werden. Ihre Verbrennung kann gesundheitsschädliche Luftschadstoffe hervorrufen, wie z. B. Staub, Ruß, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, Kohlenmonoxid, Dioxine. Auch Papier gehört nicht in den Kaminofen, nicht einmal zum Anzünden. Daher werden bei begründetem Verdacht vom Amt für Umwelt- und Naturschutz Brennstoffüberprüfungen durchgeführt. Wird dabei der Einsatz unzulässiger Brennstoffe festgestellt, droht ein Bußgeld bis zu 50.000,- €.

Ausführlichere Informationen sind zu finden unter:  http://www.dessau-rosslau.de/Deutsch/Umwelt-und-Klimaschutz/

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Der Gelbe Sack

Gestatten, mein Name ist Sack, Gelber Sack! Nicht 007 und auch nicht 08/15! Aber ich habe sie, die Lizenz … zum Entsorgen Ihrer Verpackungsabfälle aus Kunststoff und Metall!

Schauen Sie mich an! Keine 15 Gramm bringe ich auf die Waage. Mein Äußeres ist nur 15 Mikrometer dick. Nicht geschüttelt und nicht gerührt behalte ich mein gutaussehendes und charmantes Äußere bei sonst vollem körperlichen Einsatz. Und der ist oftmals nötig, um im Auftrag eines lizenzierten Systembetreibers für Ordnung und Sauberkeit zu sorgen.

Für mich gilt, wie für alle, die da im Verborgenen ihrer Mission nachgehen: Nicht zu zeitig ins Licht der Öffentlichkeit treten! Also erst in den Abfuhrkalender schauen und dann helfen Sie mir am Abfuhrtag bis 7.00 Uhr oder am Abend zuvor auf die Straße. Aber bitte nicht eher!

Bei den Instruktionen vor Beginn meiner Mission habe ich sie gesehen, die Bilder meiner Mitkämpfer, prall gefüllt und gutaussehend, kurz vor der Abholung liebevoll an den Straßenrand gestellt vor einem schmucken Haus. Und dann die Bilder aus einigen Innenstadtbereichen von Dessau: Wenn ich daran denke, läuft es mir kalt über meinen gelben Rücken! Ein Bild des Jammers! Gelbe Säcke nach zehn Tagen in der prallen Sonne - erschöpft, zerrissen, von Maden gepeinigt und eines Großteil des Sammelgutes beraubt. 

Sie glauben gar nicht, wer sich alles von diesen zwielichtigen Gestalten für meinen Inhalt interessiert: Ratten, Igel, Krähen und Füchse. Aber eigentlich sind die Verpackungsabfälle für die Recyclingunternehmen bestimmt. Diese warten auf die Arzneimittelblister, Baumwollbeutel und -netze, Buttermilchbecher, Cremetuben, leere Farbbüchsen, Getränkekartons, Joghurtbecher und -deckel, Konservendosen, Menüschalen, Milchbeutel, Müsliriegelpapier, Schokoladen-Alufolie, Shampooflaschen, leere Spraydosen, Spülmittelflaschen aus Kunststoff, Styroporverpackungen, Suppentüten, Tierfutterdosen, Zahnpastatuben und und und ...

Aber leider gibt es auch gelbe Säcke, die von ihrem Einsatz Dinge mitbringen, die überhaupt nicht in sie gehören: Altkleider, CDs und Disketten, Damenstrumpfhosen, Elektrogeräte, Essensreste, Einwegrasierer, Glas, Hygieneartikel, Kinderspielzeug, nicht geleerte Verpackungen, Pappe und Papier, Papiertaschentücher, Videokassetten, Windeln, Zahnbürsten und Zigarettenkippen.

Damit Sie genau erfahren, was Sie mir alles geben können, enttarne ich zum Schluss noch ein Geheimdokument. Unter www.stadtpflege.dessau.de gibt es auf der Seite "Entsorgung" ein tolles Abfall-ABC.

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Rasenmäher & Co.

Kennen Sie das?
Wochenende - Freitagabend 19.00 Uhr - Sie sitzen im Garten oder auf der Terrasse. Sie haben eine anstrengende Woche hinter sich und wollen das Wochenende ganz in Ruhe mit einem Bierchen oder einem Glas Wein einläuten. Da passiert es! Der Nachbar beginnt just in diesem Augenblick mit dem Motorrasenmäher seinen englischen Rasen zu mähen. Hat er es endlich geschafft und Sie meinen, das Elend ist vorüber, trimmt er mit dem Graskantenschneider die Rasenkanten, auf dass sein englischer Rasen schön ordentlich aussieht. Es ist vorbei mit der Ruhe am Freitagabend.
Denn flüsterleise sind sie alle nicht, die Rasenmäher, Motorsägen, Häcksler, Pumpen u. s. w., die meist im Sommer vor sich hinbrummen und oftmals dem ruhesuchenden Nachbarn gehörig auf die Nerven gehen.
Flüsterleise, jedoch vermeidbar, ist meist auch nicht der Streit am „Maschendrahtzaun“, wenn gefährliches Halbwissen über die Rechte und die Ruheansprüche aufeinandertrifft.
Deshalb sollte jeder seine Rechte und auch Pflichten kennen. Doch welche Regelungen gelten allgemein und speziell in Dessau-Roßlau?
In Wohn- und Kleinsiedlungsgebieten und auch auf dem Gelände von Krankenhäusern und Pflegeanstalten verbietet die bundesweit geltende Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung (32. BImSchV) für 57 dort aufgeführte motorbetriebene Gartengeräte oder Baumaschinen deren Betrieb an Sonn- und Feiertagen ganztägig sowie an Werktagen, d. h. montags bis samstags, in der Zeit von 20.00 - 7.00 Uhr grundsätzlich. Aufgrund ihres besonderen Störpotenzials dürfen speziell Freischneider, Grastrimmer/-kantenschneider, Laubbläser und –sammler zusätzlich auch in der Zeit von 7.00 - 9.00 Uhr, 13.00 - 15.00 Uhr und 17.00 - 20.00 Uhr nicht betrieben werden. Letztere sind Geräte mit steigendem Marktvolumen, dabei aber besonders laut und somit eine Ursache für erhebliche Lärmbelästigungen schon am Tage. Die zusätzlichen zeitlichen Betriebsbeschränkungen für die Mittagszeit und die Tagesrandzeiten morgens und abends sollen die Belästigungen durch diese Geräte reduzieren ohne deren Nutzbarkeit in den Tageskernstunden auszuschließen. Sie werden nur für jene Geräte ausnahmsweise wieder zurückgenommen, für die das Europäische Umweltzeichen (sog. Euroblume) nach der Verordnung Nr. 1980/2000/EG vergeben worden ist, die insoweit signifikant dem Aspekt Lärm Rechnung tragen. Damit gelten dann die o. g. allgemeinen Betriebsbeschränkungen für alle Geräte. Damit die Nachbarschaft auch erkennen kann, welche Geräte mittags und in den Tagesrandzeiten morgens und abends betrieben werden dürfen, müssen diese deutlich mit dem Europäische Umweltzeichen gekennzeichnet sein.

In Gewerbe-, Misch- oder Dorfgebieten, sowie in Kleingartenanlagen gilt die Geräte- und Maschinenlärmschutzverordnung jedoch nicht. Hier verbietet die Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Dessau-Roßlau an Sonn- und Feiertagen ganztags und an Werktagen für die Zeit von 22.00 - 6.00 Uhr Tätigkeiten, die die Ruhe unbeteiligter Personen wesentlich stören. In diesen weniger sensiblen Gebieten gibt es insoweit deutlich geringere Restriktionen.
Die Art der genannten Gebiete ergibt sich immer aus den jeweiligen Bebauungsplänen, oder wenn ein solcher nicht aufgestellt ist, entsprechend der tatsächlichen Schutzbedürftigkeit.
Die Vorschriften gelten für gewerbliche Arbeiten wie für den Privatbereich und bei einem Verstoß droht ein Bußgeld bis zu 50.000,- €. Dies kann man sich getrost ersparen, denn das Amt für Umwelt- und Naturschutz kann im Einzelfall Ausnahmen zulassen.
Solche Ausnahmen können formlos beantragt und dann zugelassen werden, wenn schädliche Umwelteinwirkungen durch Geräusche, insbesondere Störungen der Sonn- und Feiertagsruhe nicht zu befürchten sind. Die Beweislast trägt aber der Antragsteller. D. h. er muss beispielsweise darlegen, dass aufgrund eines ausreichend großen Abstandes oder einer geeigneten Abschirmung keine Störungen für die Allgemeinheit oder für die Nachbarschaft entstehen.
Der Betrieb der Geräte und Maschinen ist zur Abwendung einer Gefahr für Mensch, Umwelt oder Sachgüter in besonderen Gefahrensituationen, wie Unwetter oder starker Schneefall, auch ohne ausnahmsweise Zulassung jederzeit erlaubt. Es liegt in der Natur der Sache, dass eingangs erwähnte Rasenmäher, Freischneider, Grastrimmer/-kantenschneider, Laubbläser und –sammler nur sehr begrenzte Eignung und Notwendigkeit zur Gefahrenabwehr besitzen. Dies ist eher die Domäne der Baumaschinen und Kettensägen.
Zusätzliche Einschränkungen für den Betrieb von Rasenmäher & Co. können sich aus Haus- oder Gartenordnungen ergeben. Bitte informieren Sie sich dazu bei Ihrem Vermieter, Verwalter oder Vorstand.

 

 

Übrigens: Dieser Rasenmäher hier darf auch sonntags.

 

 

 

 

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Ein neuer Depotcontainer für Papier und Pappe

Durch den Eigenbetrieb Stadtpflege wurde am 22. Juli 2015 auf dem Wertstoffcontainerstellplatz in der Goethestraße neben die Unterflurcontainer ein neuer Depotcontainer für Papier und Pappe aufgestellt.

Manch einem Zeitgenossen mag es ein wenig befremdlich erscheinen; zu 4 aus dem Stadtbild abgetauchten Unterflurcontainern gesellt sich ein weithin sichtbarer und glänzender Depotcontainer. Das Aufstellen des Depotcontainers für Papier und Pappe neben den 4 Unterflurcontainern war aber unbedingt notwendig.

Der innerstädtische Bereich Nord ist schon seit Jahren ein Sorgenkind hinsichtlich Vermüllung und illegaler Abfallentsorgung. Leider gibt es in diesem Bereich einige Mitbürger, denen das Erscheinungsbild ihres Wohnumfelds mehr oder minder egal ist.

Gedankenlos werden gelbe Säcke vor das Haus gelegt, obwohl sie erst in zehn Tagen geholt werden. Wozu auf den Termin der Sperrmüllabholung warten, vielleicht möchte sich jemand bis dahin auf das Sofa neben dem Gebüsch setzen? Und dann noch der Klassiker: Die Stellplätze für Wertstoffcontainer werden doch sowieso jede Woche gereinigt, warum soll ich nicht meinen Abfall einfach dazulegen? 

Etwa seit einem Jahr haben sich der Eigenbetrieb Stadtpflege, das Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung und das Amt für Umwelt und Naturschutz zusammengeschlossen, um dem an vielen Stellen im innerstädtischen Bereich Nord sichtbaren Abfall die rote Karte zu zeigen.

Im Rahmen dieser Aktion wurden beispielsweise eine Vielzahl der in diesem Bereich wohnenden Bürger darüber aufgeklärt, dass die Abfallentsorgungssatzung der Stadt Dessau-Roßlau eindeutige Aussagen zur Bereitstellung von Abfallbehältern einschließlich der gelben Säcke sowie von Sperrmüll und Elektroaltgeräten trifft. Die Bereitstellung hat am Abfuhrtag bis 7:00 Uhr – in der Zeit vom 1. Juni bis zum 30. September bis 6:00 Uhr – zu erfolgen, kann aber auch schon am Vortag ab 18:00 Uhr vorgenommen werden.

Weiterhin wurden die Kontrollen hinsichtlich der illegalen Ablagerung von Abfall jeder Art auf den Stellplätzen für Wertstoffcontainer intensiviert und in diesem Jahr bereits fast 100 Ordnungswidrigkeitsanzeigen auf den Weg gebracht.

Die gemeinsame Aktion hat aber noch etwas anderes gezeigt. Die überwiegende Anzahl der Stellplätze für Wertstoffcontainer wurde Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts angelegt. Und das Containervolumen, speziell für Papier und Pappe, welches damals großzügig dimensioniert war, ist zwanzig Jahre später nicht mehr ausreichend. Eine solche Veränderung des Einkaufsverhaltens hin zu immer mehr Bestellungen über das Internet und den damit zwangsläufig verbundenen Anstieg von Verpackungsmaterial konnte damals kein Mensch voraussehen.  

Dieser Trend führte nun an Wochenenden zu Engpässen hinsichtlich des zur Verfügung stehenden Volumens zur Entsorgung von Papier und Pappe. Durch das Aufstellen neuer und zusätzlicher Depotcontainer seitens des Eigenbetriebes Stadtpflege an den Standorten

  • Goethestraße (Kaufhalle),
  • Eduardstraße und 
  • Humperdinckstraße

konnte das verfügbare Volumen jeweils um 3,2 m³ vergrößert werden.

Es reichte aber noch nicht, besonders am Standort der Unterflurcontainer in der Goethestraße. Deshalb hat sich der Eigenbetrieb Stadtpflege entschlossen, auch an diesem Standort zusätzliches Containervolumen bereitzustellen. Der Einbau weiterer Unterflurcontainer kam sowohl aus bautechnischen als auch aus finanziellen Erwägungen heraus nicht infrage. Also wurde nach reiflicher Überlegung und kritischer Diskussion ein Depotcontainer beschafft. Dieser passt sich allemal besser ins Stadtbild ein als wilde Müllablagerungen. Die Mitarbeiter des Eigenbetriebs Stadtpflege sind davon überzeugt, dass der 4-stellige Betrag für diesen Container keine Fehlinvestition darstellt und mithelfen wird, das Erscheinungsbild unserer Stadt ein klein wenig zu verbessern.

Auf jeden Fall ist mit diesem neuen Container in der Goethestraße die gemeinsame Aktion des Eigenbetriebs Stadtpflege, des Amtes für öffentliche Sicherheit und Ordnung und des Amtes für Umwelt und Naturschutz noch lange nicht abgeschlossen.

Die verstärkten Kontrollen im innerstädtischen Bereich Nord gehen weiter. Außerdem werden in den nächsten Tagen und Wochen zu unterschiedlichen Zeiten an den Containerstellplätzen Bürgerbefragungen durchgeführt, um weitere Informationen zur Optimierung des bereitzustellenden Containervolumens zu erhalten.   

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