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"Auf ein Wort" mit Oberbürgermeister Peter Kuras

 


Dessau-Roßlau hat einen neuen Ehrenbürger -

Quartiere für Gäste des Reformationsjubiläums gesucht


Liebe Leserinnen,
liebe Leser,

die Zeit der Neujahrsempfänge ist vorüber, viele Verbände und Vereine haben den Jahreswechsel genutzt, um auf das Geleistete zurückzuschauen und die kommenden Herausforderungen in Angriff zu nehmen. Deshalb habe ich mich über die vielen Gäste aus Nah und Fern gefreut, die den Neujahrsempfang der Stadt im Anhaltischen Theater besucht haben. Einschließlich des dazugehörigen Konzertes und des gesellschaftlichen Beisammenseins war es ein rundum gelungener Abend. Darüber hinaus diente ein Teil der Veranstaltung der Auszeichnung von Prof. Hans-Dieter Göring zum Ehrenbürger Dessau-Roßlaus. Als Arzt, Wissenschaftler und Mensch hat er während der drei Jahrzehnte seiner Medizinerkarriere Großes bewirkt, so sind u. a. der Aufbau der Hautklinik, die Gründungsinitiative des Akademischen Lehrkrankenhauses Dessau der Martin-Luther-Universität Halle und die Gründung des Tumorzentrums Anhalt untrennbar mit seinem Namen verbunden. Als Mitglied und Ehrenmitglied vieler in- und
ausländischer wissenschaftlicher Gesellschaften profilierte er sich über einen langen Zeitraum als ein besonderer Botschafter seiner Heimatstadt. Deshalb von hier noch einmal meine herzlichsten Glückwünsche, auch im Namen des Stadtrates, der den Beschluss gefasst hatte. Eine besondere Würdigung der Lebensleistung des neuen Ehrenbürgers nahm der Nobelpreisträger für Medizin des Jahres 2008, Prof. Dr. Harald zur Hausen, vor. Dieser hatte sich kurz zuvor
noch mit einem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt verewigt, so dass sein Besuch auch aus städtischer Sicht in bleibender Erinnerung bleiben wird. Alles in allem war es somit ein wirklich positiver und optimistischer Start in das neue Jahr.

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn 2017 etwas ganz besonders aus allen anderen Veranstaltungen herausragt, dann ist es wohl zweifelsohne das 500-jährige Reformationsjubiläum, das Ende Mai auch in Dessau-Roßlau mit einem „Kirchentag auf dem Weg“ besonders gefeiert wird. Mit sieben weiteren Städten in Mitteldeutschland werden auch wir Gastgeber tausender Besucher sein. Die Unterbringung so vieler Gäste ist eine große Herausforderung. Ich möchte Sie deshalb aufrufen und ermuntern, mit Ihrer ganz persönlichen Gastfreundschaft dazu beizutragen, Menschen unterschiedlicher Konfessionen und Religionen auch privat unterzubringen, denn die Hotels und Pensionen werden für diese Vielzahl
von Gästen nicht ausreichen. Dies kann eine unwiederbringliche Chance sein, den eigenen Erfahrungshorizont auf unkomplizierte Weise zu erweitern. Dafür muss man selbst gar nicht christlich bzw. kirchlich engagiert sein, sondern einfach nur offen für neue Begegnungen. 500 Jahre Luthers Thesenanschlag, 500 Jahre Reformation sind zugleich eine zutiefst deutsche historische Tradition, die so viele Lebensbereiche erfasst hat, so dass jedermann davon bis in den Alltag hinein berührt wird. Unsere Verständigung in einer gemeinsamen hochdeutschen Sprache ist ohne Luthers Bibelübersetzung gar nicht denkbar. Reden wir also ganz in seinem Sinne miteinander, tauschen wir uns aus und bieten wir den weitgereisten Gästen Unterkunft an - dann wird der „Kirchentag auf dem Weg“ auch in Dessau-Roßlau auf breiter Ebene von Erfolg gekrönt sein.

Liebe Leserinnen und Leser,

am 14. Januar verstarb im Alter von 93 Jahren Irmela Hadelich-Nauck, eine herausragende Künstlerin unserer Stadt. Die bekannte Grafikerin, Illustratorin und Autorin blickte auf ein langes und schaffensreiches Leben zurück, das am 26. September 1923 in Wolfen begonnen hatte. Seit 1950 freischaffend, bildete sie mit ihrem Ehemann Martin Hadelich († 2004) zeitlebens eine künstlerische Gemeinschaft. In ihr entstanden 25 großflächige keramische Wandbilder, die etwa in Kindertagesstätten, Schulen und Wohnhäusern zur Geltung kamen. Bis ins hohe Alter schrieb sie auch Gedichte und Geschichten, als Buchillustratorin hatte sie sich weithin einen Namen gemacht. Ihr Tod ist ein Verlust für unsere Stadt und ihre Künstlerschaft, ihrer Familie, die seit Generationen und bis heute für künstlerisches Schaffen steht, gilt meine tief empfundene Anteilnahme.

So sehen wir am Ende dieser Kolumne betroffen, dass Leid und Glück im Leben eng beieinander liegen. Mögen es jedoch die glücklichen Eindrücke und Empfindungen sein, die das bevorstehende Jahr insgesamt prägen werden, das wünscht sich mit Ihnen


Ihr


Oberbürgermeister
Peter Kuras
 

ob@dessau-rosslau.de

 

Hier finden Sie alle vorigen Kolumnen:  Link zu einer weiteren Seite der Präsentation www.dessau-rosslau.de. Amtsblattarchiv

 

 

 

 

 

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