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Präsident der Klassik-Stiftung Weimar zu Gast

Klassiker müssen tot sein. Sie müssen lange tot sein.

Wie die Erz-Helden der Geschichte, die Erz-Märtyrer des Glaubens sollten Klassiker ein Schattenreich bewohnen, in das Menschen wie wir keinen Zugang haben und in dem unsere Zeit nicht zählt. Hier leben sie weiter und ihr Werk bleibt in Ewigkeit - oder doch solange, wie Sterbliche es lesen.

Klassiker müssen tot und entsorgt sein, soll ihr Werk bestehen bleiben. Was aber dort tun, wo ein solcher Klassiker nicht zur Hand ist? Was tun in Deutschland? Dass die deutsche Literatur vor Goethe einen Klassiker nicht hervorgebracht hatte, steht außer Frage. Und dann kam Goethe.

Und nach Goethe diese unendliche Sehnsucht der Deutschen, endlich auch einen Klassiker zu haben. Der Schöpfer des Faust, I. und II. Teil, steht nun neben dem Schöpfer der Ilias, der Metamorphosen, des Hamlet. Aber wo lassen wir den Zeitgenossen Goethe, den Familienvater, Minister, Liebhaber, Freund, Logenbruder etc. pp.?

Ständig durchkreuzt “Goethe von Tag zu Tag” die Sehnsucht nach dem Klassiker. Bis heute. Bis zu uns. Wer wird am Ende darüber zugrunde gehen? Das Werk oder der Autor? Oder werden beide sich so verschränken, dass wir schließlich nicht mehr wissen, was wir meinen, wenn wir “Goethe” sagen?

Diese  spannenden Fragen beleuchtet auf Einladung der Anhaltischen Goethe-Gesellschaft der Präsident der Klassik-Stiftung Weimar, Hellmut Seemann, am 25. Februar, um 15 Uhr in der
Wissenschaftlichen Bibliothek, Palais Dietrich, in Dessau, Zerbster Straße 35.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenlos, es wird jedoch um eine Spende gebeten.

Nähere Informationen unter www.anhaltische-goethe-gesellschaft.de.
 

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