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Bundeselterngeld

Das  Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG) ist seit 1. Januar 2007 in Kraft und gilt für alle ab dem 1. Januar 2007 geborenen Kinder.

Das Elterngeld vereinfacht es Müttern und Väter, vorübergehend ganz oder auch nur teilweise auf eine Erwerbstätigkeit zu verzichten, um so mehr Zeit für die Betreuung ihres Kindes zu haben.

Zum 1. Juli 2015 hat der Gesetzgeber einige Änderungen vorgenommen, die in die nachfolgenden Ausführungen bereits eingeflossen sind.

Anspruchsberechtigte

Anspruch auf Elterngeld haben Mütter und Väter,

  • die ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen,
  • mit ihren Kindern in einem Haushalt leben
  • einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland haben und
  • nicht oder nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstätig sind.

Auch Ehepartnerinnen und -partner, Lebensgemeinschaftspartnerinnen- und partner sowie Lebenspartnerinnen und -partner, die das Kind nach der Geburt in ihren Haushalt aufgenommen haben und es selbst betreuen - auch wenn es nicht ihr eigenes Kind ist, können unter denselben Voraussetzungen Elterngeld erhalten.

Neben den leiblichen Eltern und Adoptiveltern können in Ausnahmen (z. B. bei schwerer Krankheit oder Tod der Eltern) Verwandte dritten Grades (wie Urgroßeltern, Großeltern, Tanten und Onkel, Geschwister) Eltergeld empfangen.

Wie lange wird Elterngeld gewährt?

Eltern können ab Geburt bis zum 14. Lebensmonat des Kindes Elterngeld erhalten. Beide Elternteile können den Zeitraum frei untereinander aufteilen. Ein Elternteil kann die Leistung für mindestens zwei und maximal zwölf Lebensmonate des Kindes beziehen. Für zusätzliche zwei Lebensmonate wird das Elterngeld gezahlt, wenn der Partner vom Angebot des Elterngeldes Gebrauch macht und für mindestens zwei Monate im Job Elternzeit in Anspruch nimmt oder die Arbeitszeit reduziert (maximal 30 Stunden - siehe oben).

Höhe des Elterngeldes

Liegt das bereinigte Nettoeinkommen eines betreuenden Elternteils vor der Geburt des Kindes unter 1.000 Euro monatlich, so ersetzt das Elterngeld das nach der Geburt wegfallende monatliche   Erwerbseinkommens zu mindestens 67 bis 100 Prozent.

Bei monatlichen Voreinkommen zwischen 1.000 und 1.200 Euro beträgt die Ersatzrate bis zu 67 Prozent.

Für monatliche Nettoeinkommen ab 1.200 Euro und mehr sinkt künftig die Ersatzrate des Elterngeldes moderat von 67 Prozent auf 65 Prozent (bei monatlichen Voreinkommen in Höhe von 1.220 Euro und mehr zu 66 Prozent, bei monatlichen Voreinkommen von 1.240 Euro zu 65 Prozent).

Es werden mindestens 300 Euro bis maximal 1.800 Euro gewährt.

Der Elterngeldanspruch entfällt künftig für Ehepaare, die im Kalenderjahr vor der Geburt ihres Kindes gemeinsam ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 500.000 Euro hatten. Für Alleinerziehende entfällt der Anspruch ab mehr als 250.000 Euro.

Familien mit mindestens 2 Kindern unter 3 Jahren oder 3 Kindern unter 6 Jahren (Mehrkindfamilien) erhalten erhöhtes Elterngeld. Familien mit Mehrlingen (z. B. Zwillinge) erhalten pro Mehrling zusätzlich den Mindestbetrag von 300 Euro.

Das Elterngeld wird beim Arbeitslosengeld II, bei der Sozialhilfe und beim Kinderzuschlag vollständig als Einkommen angerechnet - dies betrifft auch den Mindestbetrag von 300 Euro. Ausnahme: Alle Elterngeldberechtigten, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Kinderzuschlag beziehen und die vor der Geburt ihres Kindes erwerbstätig waren, erhalten ab dem 1. Januar 2011 einen Elternfreibetrag. Der Elternfreibetrag entspricht dem Erwerbseinkommen vor der Geburt, beträgt aber höchstens 300 Euro. Bis zu dieser Höhe bleibt das Elterngeld bei den genannten Leistungen anrechnungsfrei und steht somit zusätzlich zur Verfügung.

Elterngeld Plus

Seit dem 1. Januar 2015 gibt es neben dem Elterngeld das Elterngeld Plus. Statt bisher 14 Monate kann man künftig 28 Monate Förderung erhalten.

Elterngeld Plus können Eltern beantragen, deren Kind nach dem 1. Juli 2015 geboren wird.

Es berechnet sich ebenso wie das Elterngeld nach dem Einkommen der vergangenen zwölf Monate.

Arbeiten Vater und Mutter für vier Monate gleichzeitig zwischen 25 und 30 Wochenstunden in Teilzeit, haben beide Anspruch auf vier zusätzliche Bonusmonate. Auch Alleinerziehende haben Anspruch auf die Bonusmonate, wenn sie an vier aufeinanderfolgenden Monaten zwischen 25 und 30 Wochenstunden in Teilzeit arbeiten.

Elterngeld und Elterngeld Plus lassen sich flexibel miteinander kombinieren.

Das Elterngeld Plus wird für den doppelten Zeitraum gezahlt. Das bedeutet konkret, dass ein Elterngeldmonat dann zwei Elterngeld Plus-Monaten entspricht.

Das Elterngeld Plus kann über den 14. Lebensmonat des Kindes bezogen werden.

Kontakt

Anschrift

Stadt Dessau-Roßlau

Amt für Soziales und Integration

Zerbster Straße 4

06844 Dessau-Roßlau

Lage im Stadtplan

Fon:   siehe unten

Fax:   0340 / 204 21 50

eMail:  sozialamt@dessau-rosslau.de


Öffnungszeiten

Dienstag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr und 13.30 Uhr - 17.30 Uhr

Donnerstag: 8.00 Uhr - 12.00 Uhr und 13.30 Uhr - 16.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung


Ansprechpartner

Zimmer: 215 (2. Obergeschoß)

Fon: 0340 204 1456, 0340 204 1556

  

Hinweis: Fahrstühle sind vorhanden

 

Formulare

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Weitere informelle Links

Sie verlassen die Seite www.dessau-rosslau.de und öffnen eine externe Seite. Informationen zum Elterngeld (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Sie verlassen die Seite www.dessau-rosslau.de und öffnen eine externe Seite. Informationen zum Elterngeld Plus und Elterngeldrechner (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

Sie verlassen die Seite www.dessau-rosslau.de und öffnen eine externe Seite. http://www.elterngeld-plus.de/ (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend)

 

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